ABICOR-Innovationspreis 2006

Bei der Eröffnung der Großen Schweißtechnischen Tagung, die vom 20. bis 22. September 2006 in Aachen stattfand, wurden die ABICOR-Innovationspreise 2006 verliehen. Dr.-Ing. A. Gärtner, Präsident des DVS, und M. Scoffield, Geschäftsführer der Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co KG, stellten die Preisträger gemeinsam vor.

Das Unternehmen Alexander Binzel Schweisstechnik und der DVS fördern mit dem ABICOR-Innovationspreis, der in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben wurde, neue Ideen und Entwicklungen auf dem Gebiet des Lichtbogenschweißens und -schneidens. Insbesondere sollen Nachwuchskräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt werden. Die vorgeschlagenen Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury mit Wissenschaftlern und mit Fachleuten aus der Industrie sowie dem DVS bewertet und ausgewählt.

   

Der 1. Preis, dotiert mit 5.000 €, ging an Dr.-Ing. Sven-Frithjof Goecke, EWM Hightec Welding in Mün-dersbach. Er wurde für die Arbeit „EWM-coldArc – Energiereduzierter Kurzlichtbogen“ ausgezeichnet. Die Besonderheit der anwendungsreifen Entwicklung ist, dass alle Eingriffe in den Prozess elektronisch erfolgen; damit erweitert diese MSG-Prozessvariante die Möglichkeiten, dünne Bleche mit weniger Spritzern und mit geringem Verzug zu schweißen; Löt- und Schweißarbeiten sind so sogar manuell anwendbar, da keine mechanischen Eingriffe in die Drahtförderung oder in den Prozessablauf nötig sind.

Der 2. Preis ging an ein Team des Instituts für Schweiß- und Fügetechnik (ISF) der RWTH Aachen. Dipl.-Ing. K. Willms, Experte für Sensorentwicklung und Schweißprozessüberwachung im ISF, und Dipl.-Ing. F. Höcker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des ISF in den Bereichen Lichtbogenschweißen und -löten, wurden für ihre Arbeit „VarioWire – MSG-Schweißen von Aluminium mit dünnen Schweißdrähten“ ausgezeichnet.

Den 3. Preis erhielt Dipl.-Ing. G. Kremer, Unterwassertechnikum Hannover, für die „Weiterentwicklung des Kontakt-Lichtbogen-Metall-Schneidens (CAMC)“. Als Bereichsleiter des Unterwassertechnikums im Institut für Werkstoffkunde der Universität Hannover entwickelte er das CAMC-Verfahren für das Schneiden von dickwandigen Strukturen zu einem stabilen und automatisierten Verfahren weiter.